Studentenjob Tour-Guide: Wie du mit Stadtführungen dein Studium finanzierst

Kategorie: Jobsuche

Die erste Frage, mit der sich Studenten im ersten Semester beschäftigen, ist meistens nicht der Stundenplan der einzelnen Vorlesungen, sondern die Frage nach den besten Studentenjobs der Stadt. Je nach Ort, an dem du studierst, kann es sich durchaus lohnen, über diese Frage nachzudenken. Wenn du nicht grade auf dem Dorf studierst, warten da nämlich noch ein paar spannendere Möglichkeiten anstelle des Klassikers an der Supermarktkasse.

Wie wäre es zum Beispiel mit dem Studentenjob als Tour-Guide für Stadtführungen? Dabei musst du gar nicht unbedingt in Hamburg, München oder Berlin wohnen. Auch in die kleineren Städte zieht es immer wieder Touristen, die mit einem Reiseleiter die Stadt erkunden wollen. Stadtführer ist zwar vielleicht nicht der erste Job, der dir als Student einfällt, trotzdem gibt es gute Gründe, mal über die Möglichkeit als Stadtführer zu arbeiten, nachzudenken.

Denn seien wir ehrlich: Was macht der Durchschnitts-Student sonst im Job? Bürostühle warmhalten und Kaffee holen? Als Reiseleiter dagegen bist du dort unterwegs, wo richtig was los ist. Du lernst Leute aus aller Welt kennen und das Beste ist, dass du als Stadtführer einfach mal den Kopf frei bekommst von irgendwelcher Lernerei. Wenn dich jetzt plötzlich doch die Tourismusjobs interessieren, dann erfährst du hier, was als Stadtführer an Aufgaben auf dich zukommt. Und noch eine Menge mehr.

Du und die Stadtführung. Wie machst du das?

Das Prinzip hinter Stadtführungen ist so einfach, wie genial. Eine Person, die sich an einem Ort besonders gut auskennt und um interessante Geschichten weiß, erzählt einer Gruppe von Touristen, warum sie eigentlich an diesen Ort gereist sind. Das ist aber noch lange nicht das Ende der Geschichte.

Stadtführungen werden gerade in touristisch stark frequentierten Städten immer beliebter. Das hat viele Reiseleiter dazu gebracht, verschiedene Stadtführungen anzubieten. Mache Touristen interessiert die Geschichte einer Stadt, manche andere interessiert das aktuelle Geschehen. Wenn du dich für einen Job als Reiseleiter bewerben möchtest, solltest du dir also überlegen, welche der folgenden Formate dich besonders interessieren:

  • Themenführungen. Jede Stadt hat bestimmte Merkmale, die Besucher immer wieder anziehen. So gibt es beispielweise Wein-Führungen in traditionellen Winzergegenden, die regelmäßig in einer Bar enden. Die Möglichkeiten sind hier schier grenzenlos, kein Job gleicht dem anderen.
     
  • Alternative Stadtführungen. Obwohl Touristen sich häufig am Sightseeing orientieren, gibt es auch immer wieder ein paar, die sich für andere Themen interessieren. So gibt es in Hamburg zum Beispiel Stadtführungen von Obdachlosen in Kooperationen mit anerkannten Stadtführern. 
     
  • Wenn du einen Sinn für Drama hast, dann könnten Reiseleiterjobs im Bereich Theater etwas für dich sein. Bei Theaterführungen werden die Touristen von einem Stadtführer an verschiedene Schauplätze geführt, an denen eine Schauspieltruppe eine Szene nachspielt. 
     
  • Bewegte Führungen. Ob mit dem Segway, im Mini-Cart oder sportlich in Laufschuhen: Es gibt auch Angebote im Tourismus, die auf die Adrenalinbegeisterten abzielen. In diesem Job warten auf dich Touris der besonderen Sorte.

Diese vier Möglichkeiten der Stadtführungen sind nur ein Teil dessen, was bei einem Job als Tour-Guide auf dich zukommen kann. Langeweile kommt da nicht auf. Starke Nerven sind also schon einmal eine gute Voraussetzung, aber was solltest du ansonsten noch mitbringen?

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Der perfekte Tour-Guide: Hast du diese 7 Eigenschaften?

Damit dir dein Job im Tourismus auch langfristig richtig Spaß macht, solltest du ein paar Eigenschaften von Natur aus mitbringen. Indem du dich an den folgenden Hinweisen selbst testest, findest du schnell heraus, ob ein Job als Stadtführer etwas für dich ist:

  • Pünktlichkeit. Diese Eigenschaft siebt schonmal mindestens 75 % aller Kandidaten aus, ist aber die nötigste Voraussetzung für eine gelungene Stadtführung. Wenn deine Touris schon genervt sind, weil sie warten mussten, werden die nächsten zwei Stunden eher weniger amüsant.
     
  • Redegewandtheit. Das bedeutet nicht nur, dass du dich verständlich ausdrücken können musst. Sondern auch, dass du einen Transporter, ein schreiendes Baby und den hysterischen Teil der Truppe übertönen kannst.
     
  • Ortskenntnis. Wenn du mit deiner Gruppe bei einer Stadtführung statt am städtischen Theater an der städtischen Müllkippe landest, solltest du besser einen guten Grund dafür haben. Verlaufen ist in dem Job nicht unbedingt die beste Idee.
     
  • Merkfähigkeit. Die Alternative zu dieser Eigenschaft ist Fantasie. Leider sind Touristen aber meistens besser informiert, als Einheimische, weshalb Merkfähigkeit durchaus Vortritt vor Fantasie hat. Im Notfall sollte beides vorhanden sein.
     
  • Flexibilität. Jeder, der schon einmal verreist ist, weiß: Abgesagte Stadtführungen sind sehr ärgerlich. Umso mehr wünschen sich Reiseleiter, dass ihre Tour-Guides den Job ernst nehmen und auch einmal einspringen.
     
  • Wetterfest. Egal, an welchem Ort in Deutschland du studierst, regnen tut es überall. Meistens zu den Zeiten, an denen man es sich nicht wünscht. Richtig gute Kleidung oder eben ein genauso gutes Immunsystem sind eine gute Voraussetzung für deinen Job als Tour-Guide.
     
  • Fremdsprachenkenntnis. Du musst nicht direkt Chinesisch oder Russisch fließend beherrschen, aber mindestens verhandlungsfähiges Englisch sollte drin sein. Je mehr Sprachen du beherrschst, desto besser ist dein Stundenlohn.

Wenn dich bei den meisten dieser Eigenschaften wiedergefunden hast, dann könnte ein Job in der Tourismus-Branche als Tour-Guide tatsächlich eine interessante Möglichkeit sein. Bevor du dich jetzt aber auf die Suche nach geeigneten Stellenangeboten machst, lohnt sich ein kurzer Gedanke an die Rahmenbedingungen.

Dein Studentenjob als Tourguide: Auf was musst du achten?

Logischerweise ist dein Hauptgrund für diesen Nebenjob der monatliche Verdienst. Je nach Reiseveranstalter kann der Stundenlohn dabei ganz schön unterschiedlich ausfallen. Allerdings verdienen Tour-Guides im Durchschnitt sehr gut: 14-15 Euro pro Stunde sollten immer drin sein.

Zusätzlich bekommen Stadtführer häufig Trinkgeld von Ihrer Reisegruppe. Bei einer Gruppengröße von zehn aufwärts kann da schon einmal eine Summe zusammenkommen. Generell lässt sich also festhalten: Mit einem Studentenjob als Tourguide lebt es sich nicht schlecht, vorausgesetzt man hat Spaß am Reden, kann Menschen unterhalten und ist auch mal flexibel. 

Wenn dich das jetzt restlos überzeugt hat, dann kann es losgehen mit der Suche nach geeigneten Jobs. Die drei folgenden Möglichkeiten sind dabei immer ein guter Anfang:

  1. Stellenanzeigen in Jobbörsen, die extra auf Studenten spezialisiert sind, wie hier.
     
  2. Mach einfach mal eine Stadtführung mit, die dich interessiert und erkundige dich direkt beim Tour-Guide. Das ist die einfachste und schnellste Variante, da du so direkt merkst, ob dir diese Art der Stadtführung gefällt.
     
  3. Nutze deine Kontakte. Jeder hat einen Freundeskreis in der Stadt, in der er lebt. Deine Bekannten und Freunde wissen wahrscheinlich mehr, als du denkst.

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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.