Ein Student arbeitet neben dem Studium als Kellner
Eine Arbeit neben dem Studium kann wichtig sein, um wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

5 Gründe, warum du neben deinem Studium arbeiten solltest

Kategorie: Jobsuche

Klausuren, Lernen und der tägliche Organisationskampf. Wie soll man da noch arbeiten gehen? Lies hier, warum du darüber trotzdem einmal nachdenken solltest. Ein Nebenjob ist mehr als nur eine zusätzliche Einnahmequelle. Du lernst, was du im Studium nicht lernst. Und für alle Studierenden, die kein BAföG bekommen, bedeutet ein Job neben dem Studium finanzielle Unabhängigkeit.

5 Gründe, warum du neben deinem Studium arbeiten solltest

Tatsache ist, dass fast die Hälfte aller Studenten neben dem Studium arbeiten. 47 % um genau zu sein. Die Gründe hierfür sind nicht so schwer zu erraten und jeder Student weiß genau, worum es geht. Es geht um Geld. Schließlich hat man nie wieder so viele Freiheiten, wie im Studium, aber auch so wenig Kohle um diese Freiheit richtig auszunutzen. Ein Studium wird halt nicht bezahlt und nicht jeder Studierende bekommt BAföG.

Und genau aus diesem Grund wirst du dir spätestens am Ende des ersten Semesters, wenn es dem Sparschwein an den Kragen geht, überlegen, ob ein Studentenjob vielleicht doch eine gute Idee ist. Was du aber noch nicht ahnst, ist, dass ein Nebenjob sehr viel mehr Vorteile mit sich bringt, als nur ein glückliches Sparschwein. 
Ein Studentenjob hat das Potenzial, dich neben dem Studium richtig nach vorne zu bringen. Und zwar nicht nur in beruflicher Hinsicht. Es gibt also eine ganze Menge Gründe, sich für einen Studentenjob zu bewerben. 

1. Unabhängigkeit als Student? Das geht.

Im Studium gibt es für Studierende ganz schön viele Regeln. Und als wenn das nicht genug ist, gibt es nochmal die doppelte Anzahl an Regeln dazu, was den Lebensunterhalt angeht. Einfach mal das Studium wechseln, weil du gemerkt hast, dass deine Fähigkeiten ganz woanders liegen? Erkläre das mal deinen Eltern oder dem BAföG-Amt. Beides ist komplizierter als eine Expedition an den Nordpol. Und beide denken direkt, dass du genau das vor hast und drehen dir im schlimmsten Fall den Geldhahn zu. Dann hilft bei den meisten Studierenden nur noch: neben dem Studium eine Arbeit suchen!

Neben dem Studium zu arbeiten, auch wenn du damit nicht ganz alleine deinen Lebensunterhalt bestreitest, kann dir dabei helfen, unabhängiger zu entscheiden, wohin dein Weg geht. Geld, für das du selber arbeiten gegangen bist, gibst du viel eher für Sachen aus, die dir wirklich wichtig sind. Nicht selten ist ein Studentenjob der erste richtige Schritt Richtung Unabhängigkeit und eigenen Entscheidungen. Und neben allem theoretischen Wissen, was man als Student so ansammelt, ist das eine der wichtigsten Fähigkeiten für ein erfolgreiches Berufsleben.

2. Emotionale Kompetenz. Das, was du im Studium nicht lernst.

Forscher haben herausgefunden, dass neben dem allseits bekannten und beliebten IQ der EQ eine mindestens genauso große Rolle spielt. Der EQ gibt die emotionale Intelligenz an. Hierbei geht es nicht um deine Fähigkeit, dir Wissen anzueignen, sondern darum, es einzusetzen. Es wird vermutet, dass der EQ noch viel stärker mit Erfolg im Berufsleben zusammenhängt, als der IQ. Das ist auch logisch.

Du kannst so schlau sein wie Einstein, aber wenn du das niemandem zeigst, bringt das auch niemanden weiter. Das Schöne beim EQ ist, dass er trainiert werden kann. Und rate, was dazu hervorragend geeignet ist – Ein Studentenjob natürlich. 

Arbeiten neben dem Studium hilft dir ganz enorm dabei, zu lernen, wie man Wissen umsetzt und einbringt. Ideal ist es natürlich, wenn dein Nebenjob zu deinem Studium passt. Aber auch der Studentenjob an der Tankstelle hilft dir dabei, eine emotionale Intelligenzbestie zu werden. Du lernst, dich in ein Team einzufügen. Kritik einzustecken und daran zu wachsen. Mit schwierigen Menschen umzugehen. Weiterzumachen. Und diese Fähigkeit lernst du nicht durch Studieren. Die lernt man nur durch Arbeiten. 

3. Wissen oder Können. Was man von Studenten erwartet.

Die Anforderungen von Unternehmen an Berufseinsteiger haben sich geändert. Wo man früher wusste, dass man mit einem Absolventen einen Wissenschaftler einstellt, der sich theoretisch hervorragend auskennt, muss es heute die eierlegende Wollmilchsau sein. Studieren bedeutet heute nicht mehr, Experte auf einem Gebiet zu sein, sondern möglichst gleich Führungspersönlichkeit, Seelenklempner und Allwissender auf einmal. Das ist nicht möglich und das weiß auch jeder Student. Trotzdem kannst du dir einige der Fähigkeiten, die sich Unternehmen von Berufseinsteigern wünschen, durch einfaches arbeiten gehen, aneignen. 

Du kannst deinen Nebenjob wie ein zweites Studium betrachten. Es geht dabei nicht nur darum, zu arbeiten. Es geht darum zu studieren, wie sich deine Vorgesetzten verhalten. Was findest du gut und was würdest du anders machen? Studiere, wie sich deine Kollegen im Team verhalten. Wer kommt weiter und warum? Dieses Wissen hilft dir nicht nur dabei, nach deinem Studentenjob erfolgreich zu arbeiten, sondern auch zu erkennen, wohin du willst. Und wohin nicht. Ein Nebenjob ist also eine Art Studium neben dem Studium.

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4. Probieren geht über Studieren. Warum das auch für dein Studium gilt.

Seien wir ehrlich, es gibt inzwischen so viele Studiengänge, dass es quasi unmöglich ist, als Student das Richtige für sich zu finden. Und es gibt noch mehr Möglichkeiten, wo man damit arbeiten kann. Für die Kandidaten unter euch, die direkt nach der Schule das Studium begonnen haben, ist dieser Punkt besonders wichtig. Es gibt meistens sehr viel mehr Möglichkeiten für dich, als du dir beim Studieren vorstellen kannst. Und die findest du am besten heraus, indem du dich in einen Studentenjob stürzt, Kontakte knüpfst und herausfindest, was dir am besten liegt. Studieren bedeutet auch, durch einen Nebenjob herauszufinden, wo du dir vorstellen kannst, danach zu arbeiten. Und das kann ganz anders aussehen, als du vielleicht denkst. 

Als Student denkt man noch nicht darüber nach, ob man wissenschaftlich oder praktisch arbeiten will. Ob man lieber im Büro arbeiten möchte oder ganz praktisch. Ob man tatsächlich damit glücklich wird, was man später macht. Damit fängt man aber automatisch an, wenn der erste Studentenjob so richtig langweilig ist. Und man entdeckt vielleicht beim zweiten Studentenjob, dass es genau das ist, wohin man möchte. 

5. Last but not least: der Nebenjob und das Geld.

Eigentlich ist der finanzielle Druck der Hauptgrund für die meisten Studenten, arbeiten zu gehen. Das ist auch verständlich, schließlich will die Monatsmiete, das Studentenfutter und auch der eine oder andere Ausflug bezahlt werden. Dass ein Nebenjob dir das alles ermöglicht, ist also ganz klar – vor allem wenn du nicht die Möglichkeit hast BAföG zu beziehen und eine Arbeit die einzige Einnahmequelle ist. Achte aber auf deine Gehaltsgrenze, wie viel du mit deinem Studentenjob verdienen darfst! 

Was dir aber vielleicht noch nicht so klar ist: dass du während deines Studiums so viele verrückte Sachen machen kannst, wie danach nie wieder. Einfach mal eine Woche verreisen? Das geht. Aber halt nur, wenn das Konto stimmt. Deswegen ganz kurz und knapp: nutz die Zeit, arbeite viel und nimm alles mit. Du bist nur einmal Student.

Hinweis: Unsere Artikel richten sich an alle Geschlechter. Für eine leichtere Lesbarkeit verwenden wir jedoch das generische Maskulinum. Deine stellenwerk Redaktion.


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Über die Autorin: Sofia Nelles ist waschechte Digital Native und Masterstudentin an der HAW Hamburg. Sie ist begeistert von fertigen To-Do-Listen, gutem Wetter in Hamburg und Out-of-the-Box Ideen.